Und Heimath und Hütte

Mit Bäumen und Blumen

Sie bleiben auf immer

Still hinter ihm stehen,

Und ruhig bescheint sie

Die leuchtende Sonne!

XI.

Nun traf es sich, daß an diesem Tage St. Etienne’s Geburtstag fiel. Da er aus so vielen Landen und Schlachten glücklich wieder bis in die Gegend seiner Heimath gelangt, so war er nicht ohne Schadenfreude, nämlich über seine geheilten Wunden; und wenn der Soldat keinen Sonntag hat, als wenn die Sonne scheint, und keinen Feiertag, als wenn er im Feuer steht, so war ihm in alle dem wüsten Leben nur noch der Tag, durch den er da war, im Herzen geblieben, und zwar ihm nicht mehr werth, als eben sein unvergnügtes Dasein jetzt selber, aber doch so viel, und in dem heutigen Tage lag die Erinnerung alle der frühern — glücklichen — mit. Auch machte ihn wohl der Verdruß ernst, daß Christel fehlte und ferner nicht da sein sollte. Und so setzte er sich bei drei Flaschen vaterländischen Rheinwein hin — und begehrte die Bibel; und Johannes brachte die große Bibel von Christels Vater und Seinem, und ließ ihn allein zur Andacht.

St. Etienne besah den gepreßten Deckel, schlug ihn um — und fand von seines Vaters treubekannter Hand: „seine liebe Tochter Christel“ darinnen verzeichnet, und seine Schwester Martha und die andern Geschwister und sich selbst. Und er las das:

„Mein lieber Sohn Steffen, den Gott gedeihen lasse, ward mir geboren während der unsichtbaren Sonnenfinsterniß, den“ — —