»Ich möchte geröstetes Mehl vorschlagen,« rief die Feldmaus.

»Pfui!« schrie die Biene aus dem Garten von nebenan, »Mehl! Einen solchen Teig wollen Sie sich in den Magen schmieren? Davon erholen Sie sich in vierzehn Tagen nicht! Nein! Blütenstaub, das ist das Richtige! Das ist die Speise, wie die Natur sie bietet!« Sie schwirrte mit den Flügeln im Gedanken an die beliebte Speise.

»Für Blütenstaub danke ich,« schrie die Eidechse. »Es ist lächerlich. Und damit wollen Sie genährt sein? Enthält Blütenstaub Eiweiß? Oder Fett? Also! Eine Fliege, womöglich einen zarten Mehlwurm, das lasse ich mir gefallen.«

»Ich werde mir das Vergnügen machen, sowohl Blütenstaub als Mehlwürmer auftragen zu lassen,« versicherte höflich der Laubfrosch.

»Wenn ich eingeladen werden sollte,« rief ein Maulwurf, der seinen Kopf eben aus dem frischgeworfenen Hügel herausstreckte, »so muß ich sehr um frische Regenwürmer bitten!« Der Regenwurm, der dicht neben dem Hügel lag, machte sich eilig davon.

»Pfui!« schrien Eichhorn und Biene, »was für ein roher Patron!«

»Halt du den Schnabel,« sagte die Eidechse höflich zum Eichhorn. Sie aß selber gerne lebende Tiere. »Du issest auch was dich gelüstet!«

»Nein!« rief das Eichhorn. »Nicht was mich gelüstet, sondern was ich kriegen kann.«

»Wo bleiben da die Grundsätze?« jammerte der Regenwurm hinter dem Stein hervor, der ihm als Schutzwehr diente. »Keine Macht der Erde brächte mich dazu zu essen was ich für unrichtig halte.«

»Zum Glück lebe ich nicht nach Grundsätzen,« brummte die Schmeißfliege, »ich halte es mit der Abwechslung: Zucker, Fleisch, Aas –«