Wenn Du den Octavian fertig schreibst, so bittet Friedrich recht sehr um eine Selbstanzeige davon für die Europa.

Leb nochmals wohl, grüße Deine liebe Frau und Burgsdorff.

Dein

A. W. S.

XXII.

Berlin, d. 15. März 1803.

Liebster Freund!

Am Sonnabend Mittag ist Dein Brief angekommen, und ich habe noch gleich an demselben Tage den Octavian, Deinem Auftrage gemäß, an Frommann mit einem Briefe abgeschickt. Es freut mich außerordentlich, daß er nun noch auf Ostern erscheint; ich bin begierig zu wissen, ob allein, oder als dritter Band der Romantischen Dichtungen. Melde doch, was Du jetzt vorhast, und ob die zweite Hälfte des Octavian bald nachfolgen wird.

Deine Schwester hatte sich schon vorigen Posttag und wiederum heute vorgenommen, Dir zu schreiben, allein nicht Kräfte genug gehabt; es würde sie zu sehr ergreifen. Sie ist leider die ganze Zeit unpäßlich gewesen, jedoch hoffe ich, daß Du Dich deswegen nicht zu beunruhigen brauchst. Ihre Uebel rühren wohl hauptsächlich aus allzu großer Schwäche und Reizbarkeit her. Wir waren heute Vormittag spatzieren, und wollen auch jetzt eben in’s Schauspiel. Es ist heute das Benefiz der Unzelmann, eine neue französische Operette.