Ich wandte den Kopf etwas zur Seite und sah, daß ein Herr mich ziemlich ungeniert anstarrte.
Ich kannte ihn nicht; aber – mein schlechtes Gewissen! Ich wurde blutrot und drehte den Kopf zur Seite; wie unter einem hypnotischen Zwang mußte ich nach einiger Zeit wieder hinsehen; noch immer dieses fatale Anstarren. —
Ein bartloses Gesicht mit einigen Schmissen an der linken Backe und hellen, erbarmungslosen Augen.
Wer war es nur? —
»Laß uns gehen, Werner,« bat ich.
Werner, der nichts von meiner Not merkte, sagte: »Aber warum denn, Schatz? 's ist doch ganz nett hier!«
»Ich muß hier heraus,« sagte ich angstvoll und sah ihn flehend an. Sofort sprang er auf und beugte sich über mich.
»Ist dir nicht gut, Lieb?« fragte er besorgt. —
Da stand der Herr, der wohl bemerkt hatte, daß ich fort wollte, auf und ging langsam an unserem Tisch vorüber, mich immerzu scharf und dreist anstarrend.
Auch Werner wurde aufmerksam. Er faßte sich an die Stirne, warf dann einen Blick auf mich, der zu fragen schien: »Kennst du ihn?«