»Was ist denn weiter geschehen, Liebling? Rege dich doch nicht so furchtbar auf. Was liegt an diesem Laffen? Wir beide sind zufrieden, das ist die Hauptsache.«

Du Armer! Zufrieden, ich und zufrieden! Ja, wenn die Schatten der Vergangenheit nicht so unbarmherzig auf das bißchen Licht fielen, das mich jetzt umleuchtet.

Nun mache ich auch ihn noch unglücklich! Diesen Einzigen, der mir den Glauben an die Menschheit wiedergeben konnte.

Es ist zum Wahnsinnigwerden!

Immer und immer wieder möchte ich rufen: Warum mir das alles? Warum dies übervolle Maß für mich?

Ach, könnt' ich schlafen, schlafen, um nie mehr aufzuwachen. — —


Nun bin ich wieder allein. Das bißchen Ruhe, in das ich mich nach und nach hineingeträumt habe, ist wieder hin.

Auch um Werner bin ich sehr in Sorge, er war gar nicht besonders auf dem Posten die letzten Tage; eine starke Erkältung hatte ihn befallen. Wenn er mir nur nicht ernstlich krank wird! Er freilich lachte mich aus, als ich ihn bat, zu Hause zu bleiben.

»Das würde eine schöne Geschichte werden, wenn jeder Seemann wegen einer kleinen Erkältung gleich an Land bleiben wollte; da könnten unsere Dampfer bald leer losfahren,« sagte er lachend. —