Ich bin reich, reicher als die Welt vermutet. Sie sollen alles haben, was Ihnen das Leben angenehm machen kann. Reisen, Schmuck, Toiletten, eine reizende kleine Wohnung, und nichts anderes sollen Sie mir dafür geben als sich selbst, Ihren schönen jugendlichen Körper, Ihre Liebe.«

– Nichts anderes?!! – Ah!

»Und Ihre Frau?«

»Oh, meine Frau!« sagte er mit einer wegwerfenden Handbewegung. »Was geht sie mich an? Ich gebe ihr genug, daß sie ein vornehmes Leben führen kann, mehr verlangt sie nicht von mir. Das einzige, was mich an unser Haus fesselt, sind die Kinder. Keinen Augenblick würde ich mich besinnen, meine Ehe zu lösen, wenn die Kinder nicht wären.« — —

Er sprach gut, der Herr Rechtsanwalt, und vielleicht hätte er Erfolg gehabt, hätte eine andere neben ihm gesessen, ein harmloses, dummes Ding. Aber so!

Doch es hieß vorsichtig sein, ihn nicht vor den Kopf stoßen, damit unser schöner Ausflug nicht mit einem Mißton endete. —

Frau Härtens und Herr Lünsberg saßen auf der andern Seite des Fährbootes – wir waren auf der Rückfahrt von Coney Island – und unterhielten sich; sie ahnten nicht, was Herr Turner für wunderschöne Luftschlösser vor mir aufbaute.

»Sie sind sehr liebenswürdig, Herr Turner. Aber Sie werden verstehen, es ist eine Sache, die überlegt sein will. Geben Sie mir eine Reise Bedenkzeit, ich will mit mir zu Rate gehen, es ist doch immerhin eine einschneidende Frage, die Sie da an mich stellen.«

»Gewiß, gewiß, das kann ich verstehen. Nur sagen Sie mir das eine, lieben Sie einen andern Mann?«

»Nein,« sagte ich mit voller Überzeugung, »ich liebe keinen Lebenden. Der einzige, den ich geliebt, der liegt drüben in Jersey City unterm kühlen Rasen.«