Er schwieg einen Augenblick, die Erinnerung an den Tod war ihm wohl etwas unbehaglich. Dann fuhr er rasch fort:
»Dann bin ich beruhigt. Wenn mir sonst nichts im Wege steht, werden Sie mich lieben lernen. Ich werde so gut zu Ihnen sein, daß Sie gar nicht anders können.«
Ich schwieg. Was sollte ich darauf erwidern? Mochte er glücklich sein in dem Gedanken. —
Als wir in New York ankamen, war es bereits neun Uhr. Doch Mr. Turner in seiner frohen, siegesgewissen Stimmung ließ uns noch nicht los. Wir mußten noch mit ihm dinieren. Er fuhr uns zum Atlantic-Garden, einer kleinen Oase in dem Steinmeer der Großstadt, und da haben wir noch ein paar wirklich vergnügte Stunden verlebt.
New York kann also auch schön sein, wenn man es in der rechten Gesellschaft und in der rechten Beleuchtung sieht. —
Unser splendider Gastgeber ließ ein Menü zusammenstellen, das sich essen ließ. Dazu einen wirklich guten Chambertin. —
Wir waren alle in bester Stimmung, unser Kapellmeisterchen hatte sogar einen regelrechten kleinen Spitz.
Alle unsere guten Vorsätze waren vergessen, und wenn jetzt der Rechtsanwalt etwas Böses im Schilde geführt hätte, wäre es ihm nicht schwer geworden, es auszuführen. —
Aber er selbst war viel zu selig, zweimal selig: vom Wein und von der Liebe. — —