Ja, wenn ich ein Kind hätte! Ob ich vergebens auf dies höchste Glück warte? Auch mein Mann würde sich freuen, und ich würde ihm doch so gern einmal eine recht große Freude machen. —

Ich muß jetzt oft wieder an den 20. Februar vor zwei Jahren denken. Welches Glück empfände mein Mann, wenn ich ihm einen Knaben schenkte, und wie unwillkommen war das arme Kind damals! Ob es wirklich tot ist?

Ich habe ein so sonderbares Gefühl, eine Art Unterbewußtsein, das mir sagt, mein Kind lebt. —

Wer gibt mir Gewißheit? —


Ich bin einige Monate recht faul gewesen. —

Im Unglück und in der Einsamkeit habe ich mich immer zu dir geflüchtet, jetzt, in meinem wohleingerichteten Leben vergesse ich dich oft, kleiner Freund.

Eine Entschuldigung habe ich wenigstens: ich hatte keine Zeit.

Wir sind einige Monate auf Reisen gewesen. Drei Wochen in Ägypten und drei Wochen in Italien, von wo aus wir einen kleinen Abstecher nach Paris gemacht haben. —

Mein Mann ist zu gut, die ganze Welt möchte er mir zeigen, er weiß gar nicht, was er mir alles Liebes erweisen soll. Und ich stehe so bettelarm daneben und kann ihm gar nichts geben, nicht einmal ein ganzes volles Herz. —