Weihnachten!
Ich bin beschenkt worden wie eine Fürstin, und doch sagt mein Mann, ich habe ihm noch viel mehr gegeben.
Er ist außer sich vor Glück. Aber ich glaube, er wünscht sehr, daß es ein Junge ist. Ich nicht, ich möchte viel lieber ein Mädchen. Jungens gehören der Mutter nie so lange wie ein Mädchen. —
Und doch sollte ich andererseits gar nicht den Wunsch haben, der Welt ein solches Wesen zu schenken. Wie leicht kann ihm einmal mein eigenes Schicksal zustoßen. —
Aber nein! Das sind Hirngespinste.
Ich werde dafür sorgen, daß meine Tochter einst gewappnet ins Leben tritt. Meine Tochter! Meine Tochter! Welch süßer Klang in meinem Ohr!
Heute bin ich zum ersten Male wieder vollständig außer Bett, und da sollst du, mein geduldiger Freund, auch sogleich mein neues Glück erfahren.
Ich bin Mutter!