Rührend ist seine Mühe, mit der er mir seine Schmerzen zu verbergen sucht. —
Er fürchtet, mir wehe zu tun.
Gibt es größere Liebe? —
Wie langsam und bleiern die Stunden in die Ewigkeit rinnen!
Wie furchtbar muß ein Mensch kämpfen, ehe er die Hülle abwerfen kann, die doch zuweilen so unsäglich schwer drückt.
Stunden hatte ich bereits am Lager meines Mannes gesessen. Er schien zu schlummern, langsam und stoßweise nur ging sein Atem.
Plötzlich bewegte er sich, sah mich einen Augenblick sinnend an und sagte dann langsam und schwerfällig:
»Küsse mich, Lotti, und küsse unsere süße Lou von mir. Sie soll nicht hierherkommen jetzt. Es ist kein Anblick für ein Kind, wenn ein Mensch mit dem Tode ringt.«
Er machte eine kleine Pause und winkte abwehrend mit der Hand, als ich ihn unterbrechen wollte. Dann fuhr er fort: