Trotzdem ich zuerst erfreut darüber war, keinem Jungen das Leben geschenkt zu haben, hat es mich die letzten Jahre doch oft betrübt. So sehr er auch sein Mädchen geliebt, ein Sohn hat ihm doch gefehlt.
Dort kommt der Mond langsam über die Wipfel der Tannen und wirft sein blasses, kaltes Licht auf das schmale Bett da drüben.
Wo stand ein Bett wie dieses, so schmal, so kalt und schmucklos!
Und ich lag darin – vor langen, langen Jahren – oder war ich es nicht? War es mein Schatten?
Morgen werde ich vor die Großmutter hintreten und Rechenschaft über jene Tage fordern. —
Was man dem Kinde damals vorenthielt, der reifen, geprüften Frau wird man es nicht mehr weigern.
Ich will Aufschluß über Leben und Tod meines Kindes. —
In all den langen Jahren bin ich das quälende Bewußtsein nicht losgeworden, daß ich damals nicht die Wahrheit erfahren habe.
Ich bin jetzt auf einem Punkt angelangt, daß ich auf nichts und niemand mehr Rücksicht nehme.
Noch kurze Zeit, und das große Wasser liegt wieder zwischen mir und der Heimat.