»Nächstes Jahr gehen wir wieder nach draußen, mein Junge! Wenn du brav lernst, dann sollst du als Belohnung eine Europareise haben. Auch Lou wird gern wieder mitgehen, meinst du nicht auch?«
Es leuchtete freudig auf in seinem von Tränen verdunkelten Blick.
Ich selbst habe auch den Wunsch, schon nächstes Jahr wieder an mein geliebtes Grab zu eilen. Bin ich doch jetzt, durch die Umstände gezwungen, viel zu früh fortgegangen.
Ich habe mich entschlossen, erst noch einige Wochen in New York zu bleiben. Es ist besser für Konrad, er muß erst einigermaßen die Sprache beherrschen.
Wir haben schon unterwegs nur noch Englisch mit ihm gesprochen. Ich glaube, es wird ihm leicht werden. Nur muß er einen tüchtigen Lehrer haben. Wir beide, Lou und ich, wir sind nicht energisch genug. Wenn er es gar nicht verstehen kann, dann sprechen wir doch immer wieder Deutsch. Am besten ist es aber, wenn er überhaupt kein Wort Deutsch mehr hört.
Ich werde den Doktor aufsuchen, er wird mir raten. —
Nun bin ich doch schon zu Hause. Aus den Wochen in New York sind nur einige Tage geworden. Aber ich bin allein mit Lou, denn Konrad ist in New York geblieben.
Doktor Curtis hielt es für das beste, und ich muß ihm recht geben. Hätte ich doch auch nicht gedacht, daß es sich so wunderschön einrichten ließe. —