Das Geräusch einer schließenden Tür weckte mich. Als ich die Augen aufschlug, war es Tag, und die Frau von gestern stand vor meinem Bett.
»Nun, ausgeschlafen?« fragte sie.
Ich sah sie verständnislos an.
»Wo ist Herbert?« fragte ich, nachdem ich meine Gedanken einigermaßen gesammelt hatte.
»Sie meinen Herrn Smith? Der hat noch gestern wieder abreisen müssen, liebes Kind. Aber er kommt wieder, sobald er nur irgend kann. Seien Sie nur zufrieden, Sie sind bei Freunden. Sie werden es gut bei uns haben, wenn Sie schön artig und vernünftig sind.«
»Aber wo bin ich denn! Bei wem?« fragte ich dringend. »Ich muß doch zu meiner Tante!«
»Es ist leider niemand gekommen, der Sie hat abholen wollen. Wir haben gestern sofort nachfragen lassen. Sie müssen deshalb schon bei uns bleiben. Nun ruhen Sie sich nur noch recht schön aus, ich schicke Ihnen gleich etwas Frühstück herauf. Später kommen Sie dann auch mal herunter in den Salon. Vorläufig ruhen Sie noch.« — —
Sie ging, und ich war wieder allein. Doch nicht lange.
Ein Mädchen kam und brachte mir Kaffee und Gebäck.
Aber wie sah die Person denn aus! Schrecklich! Wie konnte man denn so ein Geschöpf um sich haben? Ganz entzündete Augen und auch sonst so ekelhaft.