Wäre ich nicht gar so dumm gewesen, hätte ich nur einmal über etwas derartiges gelesen oder gehört, ich würde endlich gewußt haben, wo ich war. So aber saß ich noch immer und zermarterte mir den Kopf, was das eigentlich für eine Gesellschaft sei, in der ich mich befand. — — —
Es gab an dem Abend noch einen furchtbaren Skandal. Ich begriff endlich, wo ich mich befand und was man von mir wollte. Als der alte Kerl einige Glas Champagner getrunken hatte, wurde er zudringlich, und ich schlug ihn ins Gesicht. Da wurde er wütend, er tobte wie ein Wahnsinniger. Mir war es einerlei, ich verstand auch nicht, was er sagte.
Die Frau verstand ich dann um so besser. Sie wurde furchtbar heftig und ließ endlich die Maske fallen.
Ich sei in diesem Hause zu keinem anderen Zweck, als den Herren, die hierher kämen und die ihr schweres Geld dafür bezahlten, gefällig zu sein. Sie habe ein anständiges Stück Geld für mich bezahlt und sie würde schon dafür sorgen, daß sie keinen Schaden habe. Sie wolle mich schon zahm kriegen. Sie habe da ganz schöne Mittelchen. Sie gebe mir aber den guten Rat, mich gleich zu fügen, denn nützen würde mir mein Widerstand doch nichts. —
Ein paar Tage früher oder später, es sei nur mein eigener Schaden. —
»Willst du also vernünftig sein und mit dem Herrn recht freundlich sprechen?«
»Nein! Lieber spring ich aus dem Fenster!« rief ich außer mir.
»Wie du willst! Dann spring aus dem Fenster!« rief sie, faßte mich am Arm und schob mich in ein Zimmer.
»Hier bleibst du, bis du Vernunft angenommen hast,« rief sie mir nach und schloß die Tür zu.
Im Zimmer war es dunkel, ich konnte nicht die Hand vor den Augen sehen.