Nachher war er ganz nett und manierlich.

Ich schämte mich aber doch ganz fürchterlich.

Es sei nicht so schlimm. Überreizung – was Wunder. Einige Tage Ruhe, dann sei alles wieder gut.

Er kommt noch einmal wieder. — —

Wenn er dann doch allein ins Zimmer käme. Ich würde ihn bitten, mir herauszuhelfen. Aber er wird's auch nicht wollen. Die Menschen machen sich nicht gern Unannehmlichkeiten mit Leuten, die sie nichts angehen. —

Wenn ich so allein hier liege, mache ich mir allerlei Gedanken.

Dumm bin ich doch gewesen, sehr dumm.

Wie kann man als junges Mädchen mit einem wildfremden Menschen in die Welt hineingehen! Wenn ich auch erst sechzehn Jahre alt bin, so viel hätte ich doch bedenken müssen. Freilich, besser wäre es gewesen, ich hätte schon früher etwas von solchen Sachen gelesen, dann wäre mir vielleicht doch der Gedanke gekommen, könnten das womöglich auch solche Menschen sein? — —

Aber soviel weiß ich, komme ich je hier aus diesem Hause – und ich habe den festen Glauben daran – dann soll das, was ich hier erlebt, nicht umsonst gewesen sein. — —

Ich freue mich jetzt so, daß ich mein Tagebuch habe; da kann ich doch so recht mein Herz ausschütten. Etwas muß der Mensch haben. Briefe kann ich nicht schreiben, und ich glaube auch kaum, daß ein Brief von mir aus dem Hause gelassen würde.