Er ging dann mit mir nach oben, und da – als wir allein waren – faßte ich mir ein Herz und erzählte ihm alles, mein ganzes Unglück.
Er glaubte mir gleich und lachte gar nicht über mich.
Ich habe ihn auch gefragt, ob er mir nicht heraushelfen könne.
Er meinte, leicht würde es nicht sein, ich sei noch zu kurze Zeit hier, und die Besitzer dieser Häuser müßten die Schlepper wohl gut bezahlen und wollten dann natürlich ihr Geld auch wieder heraus haben. Gutwillig würde mich die Rottmann nicht gehen lassen, auch wenn sie Geld geboten kriegte.
Er will sich alles überlegen.
Mit der Polizei sei nichts zu machen, da müsse man Geld haben, sehr viel Geld. Denn da hieße es, wer am besten bezahlt, wird am besten bedient. Und die Rottmann kenne ihre Leute, die würde schon anständig bezahlen. — — — —
Das ist ja ganz schrecklich! Das sieht ja trostlos für mich aus. Aber mein neuer Freund kommt wieder – heute noch nicht, damit es nicht auffällt, aber morgen. Dann werden wir weiter beraten.
Ich habe jetzt Hoffnung.
Dem kann ich vertrauen, er hat ein so gutes Auge.
Als ich ihm sagte, wie alt ich sei, da sah er mich so mitleidig an und sagte: »Du armes Ding.« Da mußte ich natürlich weinen. Das Mitleid mit mir selbst trieb mir die Tränen in die Augen.