Und habe ich nicht wirklich ein Recht, über mich zu weinen?
Gibt es ein zweites Geschöpf, das so unglücklich, so armselig ist wie ich! Mit noch nicht siebzehn Jahren eine Dirne, eine Verworfene!
Und doch bin ich das Kind eines Fürsten!
Aber das ist ja gerade mein Unglück. —
Ich fühle einen Haß in mir, ich kann es gar nicht sagen. Ich weiß nur nicht, wen ich mehr hassen soll: die Rottmann, Herbert Smith, Rudolph Schönewald oder den Urheber meines Daseins.
Ich bin überhaupt zuweilen ganz wirr von all dem Denken. – Ich bin wohl auch noch zu jung und habe zu wenig praktischen Verstand.
Ich habe jetzt doch wenigstens etwas Schönes, an das ich denken kann. Ich freue mich so darauf, daß mein neuer Freund wiederkommt.
Ob er Wort hält?
Wenn ich daran denke, daß er nicht kommen könnte, dann wird mir siedendheiß vor Angst. — —