Na einerlei!


Es gibt auch kleine Lichtblicke im Dunkel unserer Existenzen. Wenigstens muß ich es so nennen, wenn ich jemand sagen höre, daß er gern hier ist.

Die Lilly wenigstens sagt, ihr gefiele das Leben ganz gut und sie wünsche sich auch nie etwas anderes. —

Geschmacksache ist es natürlich, aber ihr bekommt es ja auch anscheinend, denn sie wird dick und fett dabei. —

Wie ein Roman hört sich's an, wenn sie ihre Geschichte erzählt. — —

In einem kleinen mährischen Dörfchen im Armenhaus groß geworden, wird sie von Deutsch-Amerikanern, die zu Besuch in der Heimat weilen, als Mädchen für alles mit nach Amerika genommen.

Sie, die bis dahin kaum satt zu essen bekommen, blüht bei der guten Kost auf wie eine Rose. —

Sie hatte es gut in ihrer Stelle. Der Mann, der eine gutgehende Bäckerei in Pittsburg hatte, hielt die Familie gut – aber – aber. – Die Frau war ziemlich verblüht – war wohl auch nie eine Schönheit gewesen – und nun gar – neben der üppig aufblühenden achtzehnjährigen Lilly!

Was Wunder, daß die Augen des Mannes immer häufiger und unruhiger auf Lilly hafteten. —