Alles war auf die Minute festgelegt.
Werner war um zehn Uhr gekommen, bis um einhalb elf Uhr kamen vier junge Männer, die in den großen Salon gingen. Bis drei viertel elf kamen vier, die in den kleinen Salon hinter der Bar gingen.
Alle diese Leute waren vom Doktor angeworben und wurden mit dem Gelde Werners bezahlt. —
Fünf Minuten vor elf mußten die im kleinen Salon untereinander Streit anfangen, einer davon mußte einen blinden Schuß abgeben, zu gleicher Zeit mußten die im großen Salon so agieren, daß alles nach dem kleinen Salon hinstürzte.
Und genau auf die Minute – elf Uhr – gab der Doktor an der Eingangstür das bekannte Einlaßzeichen, so daß der Portier wußte, es war ein eingeweihter Besucher.
Genau in diesem Augenblick kamen wir, Werner und ich, die Treppe herunter. Die Tür durfte nicht wieder ins Schloß fallen. Ein Auto stand draußen, und fort ging es – ich war frei!!!
Alles klappte. Der Doktor hatte noch einen handfesten Kerl bei sich, und als der Schließer auf mich zustürzen wollte, faßte ihn der Begleiter des Doktors an der Kehle und sagte leise aber bestimmt: »Keep quiet! Einen Laut und du bist ein toter Mann!«
Der Doktor sprang zurück und war mit einem Satz bei uns im Auto, dann ging es vorwärts.
Wir sind erst ganz nach oben bis zur 128. Straße gefahren, um etwaige Verfolger irrezuführen, dann ging es durch den Zentralpark und an der anderen Seite herunter nach Hoboken.
Es war bereits nach Mitternacht, als wir im Zentralhotel ankamen.