Wir brauchen niemand, ganz allein für uns beide wollen wir sein. Ich werde sehr viel zu tun haben für die erste Zeit, die ganze Wohnung muß eingerichtet werden, und ich habe doch so gar nichts.
Ärmer als ich ist wohl nie ein Mädchen in die Ehe gegangen. Alles verdanke ich der Güte dieses Mannes – es wird mir schwer – »meines Mannes« zu sagen, es ist mir, als ob ich noch kein Recht dazu hätte.
Und doch habe ich es, er selbst hat es mir gegeben. —
Wenn ich alles recht überdenke, dann möchte ich seine Hände küssen, er macht vieles wieder gut, was andere gesündigt. —
Wenn ich doch nicht immer wieder ins Grübeln kommen wollte! Wenn ich mich doch uneingeschränkt der Stunde freuen könnte!
Aber ich kann es nicht. Eine Angst verzehrt mich, für die ich keinen Namen habe.
Bald sind wir in Deutschland – wenn ich nach der Heimat könnte! Nur einmal meinen Kopf im Schoße der lieben alten Frau zu vergraben.
Aber nein, fort mit diesen Gedanken – ich bin tot – muß tot sein!
Würden sie mich nicht fragen? Würde ich der Großmutter in die lieben, alten, reinen Augen sehen können?
Ach, hätte ich doch meine Mutter noch! Zu ihr könnte ich kommen! – Hätte ich meine Mutter noch, dann wäre alles anders, und ich brauchte nicht so vor sie zu treten. — —