Für mich ist es doppelt heilig: Daheim!
Ich, die Ausgestoßene, bin daheim.
Und doch ist mein Glück nicht ohne bitteren Beigeschmack, denn ich bin schon wieder allein.
Allein im eigenen Heim, ohne ihn, der es mir geschaffen.
»Du mußt dich daran gewöhnen, Lottchen! Sieh, du hast nun einmal einen Seemann zum Manne, da mußt du dir sagen, daß es unmöglich für ihn ist, zu Hause zu bleiben. Und mit der Zeit gewöhnst du dich daran. Alle Seemannsfrauen müssen sich darein finden; in vier Wochen bin ich ja wieder da und dann ist es um so schöner.« —
Er hat recht, ich muß mich daran gewöhnen. Aber schwer ist es doch. Daran habe ich gar nicht gedacht, an dieses immerwährende Alleinsein. Aber selbst wenn ich daran gedacht hätte, würde es nichts genützt haben, Werner kann eben nicht an Land bleiben. Sobald er aber Oberzahlmeister ist, kann er mich einmal mitnehmen.
Wenn ich nur nicht gar so fremd hier wäre!
Und doch, bin ich nicht kindisch mit meinen unnützen Klagen?
Ist es nicht im Gegenteil recht gut, daß ich fremd bin?