Wie leicht ist es möglich, daß mich jemand gesehen hat. Es ist eine Hafenstadt, und der Weg nach Amerika ist sehr kurz – über die Planken eines Dampfers. —
Nicht um mich bin ich besorgt, um ihn.
Und noch etwas anderes macht mir Sorge.
Fast hätte ich über dem letzten großen Unglück, das mich betroffen, meinen Fehltritt von zu Hause vergessen. Nicht ein einziges Mal in den letzten Wochen habe ich daran gedacht.
Aber nun, wo ich in Ruhe bin, quält es mich um so mehr. —
Muß ich es Werner sagen? Hat er ein Anrecht an das Leben, das so weit zurückliegt? So weit!
Und doch ist es noch kein Jahr her, seit ich von den Großeltern fort bin. – Mir scheinen es Ewigkeiten.
Ich bin in einem furchtbaren Zwiespalt.
Ist es meine Pflicht, es meinem Manne zu sagen oder darf ich schweigen?
Wird er nicht an mir zweifeln, wenn ich es sage? Wird er nicht denken, daß der Ort, an dem er mich getroffen, dann gar nicht so unrecht für mich gewesen sei?