Hätte ich doch einen einzigen Menschen, mit dem ich sprechen könnte! – Ich glaube nicht, daß ich den Mut habe, es ihm zu sagen; ich fürchte seine Liebe und Achtung – jawohl seine Achtung, so paradox es auch klingen mag – zu verlieren. —
Denn trotz alledem und alledem, Werner achtet mich. Er weiß, ich war unschuldig dort hingekommen; und er achtet mich deshalb, weil ich mit allen Mitteln versucht habe, herauszukommen. —
Erführe er meinen ersten, dummen, kindischen Streich – wer weiß, ob dann nicht dieses Gefühl, das mich so sehr erhebt, für immer verloren wäre.
Ich muß das Geheimnis mit mir herumtragen. — —
Der Schlaf, der mich auch in den schlimmsten Augenblicken meines Lebens nicht verlassen, scheint mich jetzt zu fliehen.
Ich liege oft stundenlang und grübele über Dinge, die ich nicht ändern kann. Ruhelos wälze ich mich hin und her. —
Ist es die Einsamkeit um mich? Ist es das geheime innere Schuldgefühl, das mich quält? Diese stillen, schwarzen Nächte erdrücken mich. Wäre doch Werner erst wieder hier! Ich eigne mich nicht zur Seemannsfrau.
Immer allein!
Abends beim Schlafengehen und morgens beim Aufstehen. —