«Herr Admiral, Sie waren nicht des gleichen Willens wie die Königin, meine Mutter. Ich weiß davon, sie hat es mir geschrieben. Sie haben vergebens versucht, den Hof von Frankreich zum Krieg gegen Spanien zu zwingen. Meine Mutter hat mich zuerst einmal verheiratet.»
«Es ist noch nicht geschehn.»
«Und Sie wünschen es nicht.»
«Es ist damit zu weit gekommen, daß wir noch zurückkönnten. Eins steht uns frei, und darum hab ich Sie heute nacht herbestellt. Der Versuch, noch einmal zu befehlen als der Feldherr, dem auch ein junger Prinz gehorcht.»
«Ich höre.»
«Verlangen Sie Sicherungen — vor der Hochzeit. Bei Gott, Sie müssen sich und die Religion sichern, ehe denn die anderen alles erreicht haben und uns nicht mehr brauchen. Wie bald soll Ihre Trauung sein?»
«Acht Tage noch!» rief Henri und sah den Greis nicht mehr. Hinter den Kerzen zeigten seine Sinne ihm Margot.
Coligny sagte: «Die Eile müßte Ihnen auffallen. Man will Sie von den Ihren trennen. Sie sollen die Religion abschwören.»
«Falsch. Sie verlangt es nicht.»
«Wer? Die Prinzessin, sie bedeutet nichts. Aber ihre Mutter? Hören Sie meine Voraussage: man wird Sie gefangensetzen.»