Er ist bei den Schweizern. Bleibt fest dies letztemal! Unmöglich, sie werden überrannt. Der Hohlweg am Fluß, jetzt dennoch aufgegeben, und so auch endlich die Kapelle. Die Reste des königlichen Heeres halten einzig den Brückenkopf, schon bedacht auf den Rückzug nach Arques und Dieppe. «Gevatter», nennt der König den Schweizer Obersten. «Gevatter, hier bin ich, will mit euch sterben oder Ehr gewinnen mit euch.» Spricht, und sieht dabei, wie alle Zuschauer es gewärtig sind, die tiefen Reihen des Feindes einander vorschieben mit schwerer Wucht, sich zu legen und zu schließen als ein Grabesdeckel über ihn und sein Königreich. Ihn hat geschaudert. ‹Vorbei, weiter, zuletzt ist nicht zuletzt: meine Hugenotten!› Da holt er sie sich, die festgebliebenen Verteidiger der ersten Verschanzung, seine Alten von Jarnac und Montcontour, Gefährten des Herrn Admirals, Überlebende aus zwei Jahrzehnten der Kämpfe um das Gewissen. Die von der Religion! Sie hören seinen Ruf, erblicken seinen Helmbusch und verlassen die Schanze, die vordere, die behaupten sie eisern seit dem Morgen. Sie waren fünfhundert und treten auf, als wären sie es noch. Bei ihnen marschieren die Toten mit. Ihnen voran geht ihr Pastor Damours. Er heißt Da-mours.

«Herr Pastor, stimmen Sie den Psalm an», sagt der König, und sie singen. Den Feind anfallen, wenn er am höchsten glänzt und prahlt, so war es in den alten Schlachten, und auch bei Coutras. Ist keinem Feinde gut bekommen: sogar dieser großmächtige erschrickt, als er den Psalm hört; kommt zum Stehen, verwickelt sich.

O Gott, so zeige Dich doch nur,

Und plötzlich wird sich keine Spur

Vom Feind mehr blicken lassen.

Wenn er denn ab sein Lager bricht,

Vergehn vor Deinem Angesicht

Sie alle, die uns hassen.

Befiehl, o Gott, daß alle fliehn,

Du läßt ja auch den Rauch verziehn,