„Ei, wenn’s nur das ist“, erwiderte der Wirt, „so wird sich wohl jemand finden, der den gestrengen Herrn dahin begleitet. Heda, junger Mehlsack, will Er nicht nach Berlin?“

„Meint Ihr mich?“ fuhr Friedel auf. „Ein Mehlsack bin ich nicht!“

„Hast aber schon manch einen auf dem Buckel getragen, he? Hier gäb’s was für ihn!“

„Was denn?“

„Ei, wenn Er nicht gar so unmanierlich ist, könnt’ Er den gnädigen Herrn hier nach Berlin begleiten als sein Diener.“

„Das geht nimmer! Ich bin ein freier Mann; gedient hab’ ich noch nie.“

Der Herr war aufgestanden und trat an Friedels Tischchen. „Ei, mein Bursch, überlege dir die Sache. Freie Fahrt nach Berlin im Postwagen, gut Essen und ein schön Stück Geld. Weiter nichts zu tun, als mein Gepäck zu tragen, Kleider und Schuhe zu bürsten und dergleichen kleine Dienste zu leisten, die du bald begreifen wirst. Ein Dummkopf bist du nicht; das steht dir auf der Stirn geschrieben. Ein paar Wochen, dann ist alles vorüber; es ist nur für diese unangenehme Reise.“

„Kann ich dann in Berlin bleiben?“

„Ei gewiß! Ich nehm’ dich nicht wieder mit.“

„Ob ich dort auch den König zu sehen bekomme?“