III. Wie man trank!


1. Allgemeines.

Die Ursach zu trünckhen seind billig und recht,
Wans Trünckhen nur guett ist unds Essen nicht schlecht:
Die erste, wan ankombt ein ehrlicher Gast,
Die ander der Durst, den du vielleicht hast,
Die dritte die Guettheit und Siesse des Wein,
Die vierte eine Ursach, so sonsten fallt ein.

»Alt und Neue Nüzliche Tischreden und Begebenheiten
von Fabelano Kurzweill« (1770).

Was der Teutsch auff erd anfacht,
So wirt darbey der fleschen gedacht

sagt Thomas Murner in der »Schelmenzunft«[194], und wie genau der geistreiche Mönch seine Landsleute gekannt, beweist die Kulturgeschichte der Deutschen von der ältesten Zeit bis zur Gegenwart.