»Im Gegenteil, Neli, ich möchte gern meine Schulden bei Dir tilgen, sonst bist Du vielleicht nächstens hart wie eine afrikanische Nuß. Ich kenne Dich ja.«

Sie lachte vergnügt auf. »Du kennst mich am wenigsten ... Aber hübsch von Dir, gib nur her! Ich habe mein letztes Taschengeld ausgegeben. Sind's die ganzen zwanzig Mark?«

»Natürlich, sieh mal.« Er klemmte sich das Goldstück an Stelle seines Monokels ein, was ihm erst nach verschiedenem Gesichterschneiden gelang.

»Du bist ja wieder sehr witzig.«

»Weißt Du, Neli, was ein raffiniertes Pumpgeschäft ist? Wenn man dem gutmütigen Gläubiger das Geld gleich wieder abnimmt.«

»In Dir steckt ein Finanzgenie.«

»Das sag' ich ja zu Papa auch immer. Aber will er's denn glauben? ... Streich doch die zwanzig Emmchen zu wohltätigen Zwecken — für mich nämlich!«

»Das sollte mir einfallen! Verkneip doch nicht soviel! Her mit dem Gelde!«

»Neli, ich will Dir einen Vorschlag machen. Pump mir noch zwanzig Mark zu, bitte nachmittag Papa darum, aber nicht für mich! Du erreichst ja alles bei ihm. Ich brauche nämlich heute abend dringend vierzig Mark. Laß Dich erweichen, stolzes Mädchen!«

»Ach, Du bist nicht recht gescheit.«