»Komm nur herein!« sagte er.

Der Gärtner öffnete eilig das Seitengitter und ließ sie durch. Dann traten Vater und Tochter wieder ins Zimmer.

»Das trifft sich ja gut,« begann sie, nachdem sie ihn herzhaft geküßt hatte. »Ich war nämlich drüben im Zo, wo heute Emma mit den Kindern ist. Sie werden gleich nachkommen. Ich wollte aber schnell noch einmal zu Dir hineinhuschen, ehe Du oben bist. Du weißt ja, Mama sieht's nicht gern, wenn man Heimlichkeiten hat.«

Er lachte, legte seine Rechte um ihre Schultern und faßte sie mit der Linken am Kinn. Dabei sagte er: »Sie wird wohl jetzt gar nicht daran denken. Hör nur, wie sie wieder kräht!«

»Aber Papa!« warf sie vorwurfsvoll ein.

»Na, es ist ja nicht so gemeint. Es bleibt ja unter uns. Aber bewundern kann ich ihren Gesang wirklich nicht. Es war schon früher nur soso, und jetzt ist es wirklich Essig damit. Das heißt, das saure Gesicht kriegen die Zuhörer.«

»Du bist grausam. Daher wohl Deine Flucht nach hier?«

Er lachte abermals breit und behaglich. »Natürlich. Dann zieht man so ein Hotelleben vor. Und manchmal ist's mir wirklich, als säße ich allein im Speisesaal eines Hotels und würgte mir das Diner herunter. Na, wenigstens kann man sich dabei sammeln.«

»Armer Papa!«

»Na siehst Du ... Manchmal ist nicht alles Gold, was glänzt. Es gibt auch arme Bankdirektoren ... Komm mal 'n bißchen zu mir, nach oben ist's noch immer Zeit.«