»Ein Diener.«

»Ein Diener! Und so herausstaffiert! Fix, Waschwasser, du Teufelsbraten!«

»Ist schon fertig,« antwortete Jermoschka schroff, wie es ihm vorgeschrieben war.

»Warum hast du es denn nicht gleich gesagt? Marsch hinaus!«

»Das ist nun ein wahrhaft kluger Mensch,« dachte Frau Daria Biziukina, als sie wieder allein geblieben war, und starrte unverwandt nach der Tür, durch die Termosesow hinausgegangen war. »Alle andern sind so streng, – dies kann man nicht und das soll man nicht, hier aber ist alles erlaubt, alles möglich, und doch fürchtet dieser Mann sich vor nichts. Mit so einem Mann zu leben wäre leicht; ja es wäre süß, sich ihm zu unterwerfen.«

Der arglistige Fremde hatte das Herz Darias völlig erobert. Alles an dem Gaste begann ihr zu gefallen. Was hatte er für eine Stimme! Wie stark war er! Überhaupt, – was war er für ein Mann! … Wie entzückend war er! Kein Seladon, wie ihr Gatte; kein Trantopf, wie Prepotenskij, – nein, er war entschlossen, unbeugsam, ein ganzer Mann … Der würde nie nachgeben! Er war wie der Sturmwind … er kommt … reißt fort … vernichtet …

Wo bist du nun, du armer Akziseeinnehmer? Juckt dir nicht schon die Stirn wie einem jungen Böcklein, dem die Hörner wachsen wollen?