»Ich bin gar nicht Monarchistin,« beteuerte die Biziukina hastig.
»Wem gilt denn deine Hoftrauer? Dem Maximilian von Mexiko?«
Und Termosesow wies lachend auf die schwarzen Streifen an ihren Fingernägeln, schob sie zur Seite und sagte: »Geh, wasch deine Hände!«
Daria Nikolajewna wurde feuerrot und war nahe daran zu weinen. Sie hatte sonst immer tadellos saubere Nägel. Sie eilte in ihr Schlafzimmer, wusch dort die Hände und kam lächelnd zurück.
»So,« sagte sie, »jetzt bin ich wieder Republikanerin, ich habe ganz weiße Hände.«
Der Gast aber drohte ihr mit dem Finger und meinte, der Republikanismus sei nur ein dummer Spaß.
»Was brauchen wir uns um die Republik zu kümmern?« sagte er. »Man kann damit bös reinfallen. Aber ich habe die photographischen Bildnisse sämtlicher regierender Herrschaften mit. Soll ich sie dir schenken, daß wir sie hier an die Wand hängen?«
»Ich habe sie ja selbst.«
»Wo sind sie denn? Wohl versteckt? He? Ich schwör's beim Satan selber, daß ich's erraten habe: du erwartetest unsern Besuch aus Petersburg, und um mit deinem Liberalismus zu prahlen, hast du sie versteckt! Dumm ist das, mein Töchterchen, sehr dumm! Bring sie mal fix her, ich hänge sie dir wieder auf.«
Die ertappte Einnehmersfrau wurde wieder bis an die Ohren rot, holte aber die eingerahmten Bildnisse aus dem Tischkasten heraus und brachte auf Termosesows Befehl Hammer und Nägel, worauf der Gast sich gleich an die Arbeit machte.