»Ich bin nicht unverschämt und ich vergesse auch nichts! Termosesow ist bloß klug, schlicht, natürlich und praktisch – weiter nichts. Termosesow denkt einfach so: wenn du ein vernünftiges Frauenzimmer bist, dann weißt du, warum du mit einem Mann so intim redest, wie du mit mir geredet hast; weißt du aber selber nicht, warum du dich so benimmst, dann bist du eine Gans und es hat keinen Sinn, dich schonend zu behandeln.«
Madame Biziukina wollte natürlich klug sein.
»Sie sind sehr schlau,« sagte sie, das Gesicht abwendend.
»Schlau! Was braucht's hier Schlauheit? Ja, wenn du mich liebst oder ich dir gefalle …«
»Wer hat Ihnen denn gesagt, daß ich Sie liebe?«
»Laß doch das Flunkern!«
»Nein, ich rede die Wahrheit. Ich liebe Sie gar nicht und Sie gefallen mir nicht im geringsten.«
»Quatsch keinen Blödsinn! Du liebst mich nicht? Nein, laß dir mal ganz was anderes sagen: ich fühle dich und verstehe dich und will dir offenbaren, wer ich bin, aber nur, wenn wir ganz allein und ungestört sind.«
Daria Nikolajewna schwieg.
»Verstehst du, wie ich es meine? Damit wir einander ganz kennen lernen, müssen wir mal zusammenkommen … Ein Rendezvous – verstehst du – natürlich zu politischen Zwecken.«