»Ich sehe Sie an,« sagte die Dame geziert, »und schäme mich.«

»Sie haben den Brief?«

»Die Versuchung war zu groß. Hier ist er.«

Termosesow nahm das versiegelte Kuvert aus ihrer Hand.

»Ich schäme mich ganz entsetzlich … aber was soll ich machen … ich bin ein Weib …«

»Ach, lassen Sie doch! Ein Weib! Um so besser, daß Sie ein Weib sind! Das Weib ist ein viel besserer Freund als der Mann und ich bin ein so vertrauensseliger Narr, daß ich wirklich warme aufrichtige Freundschaft … ich meine, weibliche Freundschaft sehr nötig habe! Jetzt habe ich mich an Herrn Bornowolokow angeschlossen … Wir sind schon lange Freunde und er ist auch jetzt mehr mein Freund als mein Vorgesetzter … wenigstens scheint es mir …«

»Ja, ich sehe, ich sehe, Sie sind sehr treuherzig und vertrauensselig!«

»Ich bin einfach ein Narr in dieser Beziehung! Ein völliger Narr! Ein kleines Kind kann mich nasführen!«

»Das ist aber nicht gut, gar nicht gut!«