»Als der Despot entsagte seinem Thron,
Um so durch abgefeimte Lügen
Sein Opfer, Rußland, in den Schlaf zu wiegen,
Und es alsdann noch schlimmer zu bedrohn, –
Da ließ die Freiheit ihre Stimm' erschallen,
Und hätte Rußland drauf gehört,
Ihm wär' ein neuer Tag beschert,
Die Fesseln wären abgefallen.
Doch gleich dem Diebe, den der Morgen schreckt,
Hast schmählich du dich vor dem Freund versteckt!
Der rief: Der Juden Greueltaten,
Der schnöde Abfall der Uniaten,
Und alle Sünden der Sarmaten, –
Es komme alles auf mein Haupt,
Ich trag' es ohne viel Bedenken,
Könnt' ich dem Volk der Russen wieder schenken
Die Freiheit, die man ihm geraubt!
Hurra!«

»Alle tragen etwas vor, nur du nicht,« fing der Diakon, sich an Prepotenskij wendend, wieder an.

»Nein, Freundchen, sag was du willst, – wenn du trinkst und nichts vorzutragen weißt, dann bist du kein Mensch, sondern bloß eine Bütte voll Wein.«

»Laßt mich mit Eurer Bütte in Frieden! Ihr seid selbst eine!« antwortete der Lehrer.

»Wa–a–as?!« schrie Achilla gekränkt. »Ich eine Bütte? Und das wagst du mir ins Gesicht zu sagen! Ich eine Bütte?«

»Ja, natürlich!«

»Wa–a–as?!«

»Ihr könnt ja selber nichts vortragen!«

»Ich nichts vortragen? O du dreifacher Dummkopf! Wenn ich bloß will, so trage ich dir so etwas vor, daß du aufspringen und mir stehend zuhören mußt!«