»Mmmm … Warum denn? Warum?« brummte der Erwachende, aber statt einer Antwort erhielt er eine zweite Ohrfeige, dann eine dritte, eine fünfte, zehnte, eine immer kräftiger und dröhnender als die andere.

»Au, au, au,« schrie er und versuchte vergeblich, den aus der Finsternis auf ihn herabhagelnden Backpfeifen auszuweichen, bis diese plötzlich durch ein weniger lautes, aber nicht minder schmerzhaftes Zausen und Schütteln ersetzt wurden.

»Herzchen! Was tust du denn, Herzchen! Das bin ja gar nicht ich! Das ist doch Warnawa Wasiljewitsch!« kam vom Tische her die Stimme des aufgeschreckten Postmeisters.

Die Postmeisterin hielt verblüfft ein, ließ die Mähne Warnawas los, schrie laut auf: »Was machst du mit mir, du Ungeheuer!« – und stürzte sich auf ihren Gatten.

»Ja, ja, das bin ich,« hörte Warnawa den Postmeister rufen, und ohne etwas zu begreifen – außer der Notwendigkeit, sich eiligst aus dem Staube zu machen – sprang er vom Sofa auf und rannte, wie er war, in Unterhosen und Strümpfen, durch die glücklich gefundene Tür auf die Straße hinaus.

Er war gründlich verdroschen worden, und als er sich das Gesicht mit dem Ärmel wischte, bemerkte er, daß seine Nase blutete.

In demselben Augenblick ging die Tür leise auf und seine Kleider fielen vor ihm hin. Er bückte sich, um sie aufzuheben, als eine Minute später auch die Stiefel über den Zaun geflogen kamen.

Warnawa setzte sich auf den Boden und zog die Stiefel an, fuhr, so gut es ging, in Hosen und Rock und trottete nach Hause.

Eine Woche darauf verließ der Lehrer Prepotenskij mit einem Urlaubschein und einigen wenigen Spargroschen in der Tasche die Stadt. Die Ursache dieser plötzlichen Flucht war und blieb für alle ein ewiges Geheimnis.