Inzwischen ist Felizata zu dem Polizeichef getreten. Sie löst seinen Gürtel, hilft ihm aus dem Schlafrock, so daß er in Unterhosen und einer bunten Flanelljacke dasteht. Der Arzt auf dem Stein plätschert mit den Füßen im Wasser, pfeift lustig vor sich hin und klatscht plötzlich den herangeschwommenen Diakon Achilla so laut und kräftig mit der flachen Hand auf den nackten Rücken, daß dieser aufschreit, nicht vor Schmerz, sondern vor Schreck über das laute Klatschen.

»Was haust du mich mit solchem Lärm?«

»Pack mich nicht am Leib,« erwidert der Arzt.

»Wenn das aber meine Gewohnheit ist?«

»Gewöhn dir's ab,« antwortet der Arzt und pfeift laut.

»Ich gewöhn mir's auch ab, aber ich vergesse mich immer wieder.«

Der Arzt erwidert nichts und pfeift weiter. Der Diakon schüttelt den Kopf, spuckt aus, bindet die Schnur auf, mit der sein Heldenleib gegürtet ist, nimmt die daranhängende Bürste und den Striegel ab und beginnt mit ebensoviel Eifer wie Sachkenntnis die Mähne seines Pferdes zu reinigen. Das mächtige Tier, welches sich an der langen Leine ziemlich frei bewegen kann, biegt den breiten Rücken und schlägt mit seinen Knien das Wasser zu Schaum.

Dieses Landschafts- und Genrebild zeigt uns die Schlichtheit des Stargoroder Lebens, wie die Ouvertüre die Musik der Oper andeutet. Aber die Ouvertüre ist noch nicht zu Ende.