Siebentes Kapitel.

Am linken Flußufer, wo der Stadthauptmann immer noch zögert, hat der Kutscher Komar den Teppich ausgebreitet, die mitgebrachte Bank darauf gestellt, und nachdem er sich durch kräftiges Schütteln noch überzeugt hat, daß sie feststeht, ruft er:

»Setzen Sie sich, Woin Wasiljewitsch, sie steht fest.«

Porochontzew geht schnell auf die Bank zu, rüttelt sie erst noch einmal eigenhändig und setzt sich erst, nachdem er sich genügend überzeugt hat, daß sie tatsächlich ganz feststeht. Kaum hat der Herr sich gesetzt, so packt Komar ihn von hinten an den Schultern, und seine Frau, welche die Schüssel nebst Bastwisch und Badetuch auf den Teppich gestellt hat, beginnt den kriegerischen Stadtgewaltigen auszukleiden. Erst nimmt sie ihm die Kalotte ab, dann die gestrickte Unterjacke, die Pantoffeln und die Socken, legt hierauf ihre Handflächen vorsichtig an die dürren Rippen des Rittmeisters und bleibt so unbeweglich stehen, den Kopf etwas seitwärts gebogen.

»Nun, Felicie, geht es schon? Kann ich schon reiten?« fragt Porochontzew.

»Nein, Woin Wasiljewitsch, noch schlägt der Puls,« antwortet Felizata.

»Na, wenn er noch schlägt, muß man warten. Aber du kannst hineinhupfen, Komar.«

»Ich tu's auch gleich.«