»Großer Gott, was für ein unseliger Mensch!«
»Wer, Vater Sawelij?« meint Achilla, nicht weniger erstaunt.
»Du, mein Bester, du!«
»Aus welchem Grunde bin ich unselig?«
»Welch böser Geist treibt dich zu alledem?«
»Wozu?«
»Zum Einbrechen, Rauben, Zanken.«
»Ihr habt mich dazu angetrieben,« erwidert der Diakon ganz ruhig und freundlich. »Ihr sagtet: so oder so – der Sache muß ein Ende gemacht werden. Und da hab' ich ihr ein Ende gemacht. Ich habe nur Euren Wunsch erfüllt.«
Tuberozow schüttelt den Kopf, wendet sich dem Portal zu und tritt in die Vorhalle, wo er die Serbolowa in stillem Gebete kniend erblickt. In einer Ecke aber sitzt der Lehrer Prepotenskij auf einer Totenbahre und klopft sich den Staub von den Beinkleidern. Sein Gesicht strahlt. Er schaut den Propst und den Diakon mit triumphierendem Lächeln an. Was konnte ihn, den Gottesleugner, in die Kirche geführt haben? Darüber erstaunte Tuberozow nicht weniger als Achilla; nur vermochte Achilla diesen Gedanken auch während der Messe nicht zu bannen, während der ernste Sawelij ihn bereits von sich gewiesen hatte, als sich die Tür zum Altarraum vor ihm auftat, denn er war gewohnt, mit Furcht und Zittern vor das Angesicht seines Gottes zu treten.