›So bekommt mein Mütterchen den zweiten.‹
›Und wenn es drei werden?‹
›Dann soll auch mein Bruder Iwan Afanasjewitsch einen haben.‹
Da schüttelte sie den Kopf:
›Du hast aber viel Geld nötig, wenn du alle bedenken willst! Das kannst du, so klein wie du bist, ja dein Lebtag nicht verdienen.‹
›Dem lieben Gott hat es gefallen, mich so zu schaffen,‹ antwortete ich und fing leise zu weinen an. Mein Herz krampfte sich zusammen, wissen Sie, ich ärgerte mich selbst über meine Tränen und doch mußte ich weinen. Sie aber, die Selige, guckte und guckte mich an, bis sie auf einmal mir schweigend winkte: ich fiel ihr zu Füßen und sie legte meinen Kopf auf ihren Schoß, und ich weinte nun erst recht und sie weinte auch. Dann stand sie auf und sprach:
›Haderst du nie mit dem lieben Gott, Nikolai?‹
›Wie soll ich mit dem lieben Gott hadern, Mütterchen? Niemals tu ich das.‹
›So wird Er dich auch trösten.‹
Und er hat mich wirklich getröstet.«