»Hat man Testimonia aufzuweisen?«
»Nein!«
»Als was wünscht man denn bei van der Bruck placirt zu werden?«
»Wozu eure Edlen mich brauchen können.«
»Ist er nicht zu stolz, im Packhaus zu dienen, bis er seine Qualifikation zu etwas Anderem gezeigt hat?«
»Von Herzen gern!«
»So zeig' er seine Hände her! — Nun thu' er seine Brust auf, daß ich sein Hemd beschauen kann! — Heb' er einmal dort den Geldsack auf, und trag' er ihn auf den Schultern bis dort zu jenem Pulte.«
Heinrich that wie ihm befohlen wurde, und stand bald wieder vor dem Buchhalter. Der sah ihn noch einmal von oben bis unten an, und sagte dann: »Er ist von jetzt an Aufseher im Packhaus von van der Bruck, und erhält wöchentlich vier holländische Gulden und freie Kost bis auf Weiteres.« »Friedrich«, so rief er einem der Schreiber zu, »man führe diesen Burschen in's Packhaus, und weise ihn in seine Geschäfte ein!«
So war Heinrich Aufseher im Packhaus. Er hatte die Waaren, die ankamen und abgeholt wurden, in Empfang zu nehmen und abzugeben und in die Lagerbücher einzutragen, und über die Waaren zu wachen.
Nach vier Wochen kam der Buchhalter, der sonst schweigend an ihm vorbeigegangen war, auf ihn zu und sagte: »Man ist zufrieden mit ihm; er bekommt von heut an wöchentlich sechs Gulden.«