Da war er ja in eine hübsche Affäre hineingeraten! Und dabei hatte er wirklich nicht über Seine Hochwürden gelacht, sondern über den Witz. Aber sollte er sich jetzt, da sie in der Klemme waren, von den Gefährten, die ihm Treue gehalten, trennen und wie ein Bübchen rufen: »Ich bin es nicht gewesen!?« Das würde wie Feigheit aussehen, und darum war es ausgeschlossen.
Die drei ernannten Sempern zu ihrem
Sprecher, und vier Mann hoch zogen sie im Studierzimmer Sr. Hochwürden auf. Es war ein so langer Pastor, daß Asmus, wenn er die Augen geradeaus richtete, genau auf den Magen des Gottesmannes blickte. Und da es ihm unnatürlich war, den Kopf in den Nacken zu legen, so richtete er seine Ansprache schließlich nur noch an den Bauch des Herrn Pastors.
»Der Herr Direktor verlangt,« sagte Asmus, »daß wir Ihnen eine Erklärung unseres Verhaltens geben. Mein Freund hat uns ein Wortspiel erzählt, und darüber haben wir gelacht. Mitten im Gelächter hat dann einer gesagt: ‘Da kommt Pastor Zump!’ Wir haben aber nicht über Sie gelacht.«
Das stimmte nun nicht recht; aber Asmus als erwählter Führer hielt es für Ehrenpflicht, seine Kameraden herauszupauken.
Der Geistliche antwortete im schönsten Kanzelton:
»Sie erwarten doch wohl nicht, daß ich diese Erklärung annehme. Ich habe den Herrn Direktor gebeten, Sie nicht zu bestrafen (das stimmte) und wenn Sie kommen, um Verzeihung zu bitten, so ist die Sache für mich erledigt; wenn Sie aber erklären, Sie hätten nicht über mich, sondern über ein Wortspiel gelacht – quod non!«
»Wir können nichts anderes sagen,« bemerkte Asmus gegen den Bauch des Herrn Zump.
»Und Sie?« wandte Zump sich an Klöhn. »Können Sie mir auch nichts anderes sagen? Sie waren es doch, der da rief: ‘Halloh, Pastor Zump’ und höhnisch dazu lachte.«
»Das hat er nicht getan!« rief Asmus.