„Nun, möglich ist alles auf der Welt. Hauptsächlich bei Ferien vom Ich!“ sagte Brown vergnügt.
Und er lachte. Es war ein fremdes Lachen.
Unterwegs begegnete uns ein Telegraphenbote. Er überreichte mir ein Kabeltelegramm, das aus Milwaukee kam und lautete:
„Verbindung mit X-Bankverein gelöst; weitere Zahlungen durch Dresdner Bank. Stefenson.“
Die Verhandlungen, von dem Bankverein, mit dem wir bis jetzt gearbeitet hatten, zur Dresdner Bank überzugehen, schwebten schon einige Zeit, und dieses Telegramm belehrte mich nun, daß Stefenson in Milwaukee [pg 177]und nicht in Waltersburg war. Meine Phantasie hatte mir wieder einmal einen Streich gespielt ...
Während ich den Telegraphenboten abfertigte und das Telegramm las, war Mister Brown den Mädchen nachgegangen, hatte die kleine Luise an den Händen gefaßt und tanzte mit ihr „Ringel-Ringel-Reihen“. Die lange Schlottergestalt nahm sich dabei merkwürdig genug aus, das Kind jauchzte, kam fast außer Atem, schlug zum Schluß entzückt in die Händchen und sagte:
„Er tanzt genau so schön wie Pappa!“
„Alle Amerikaner tanzen so schön, mein Mäuschen“, sagte Brown und küßte das Kind auf die Stirn. Dann zog er die Uhr und sagte:
„Der Zug, mit dem ich zurückfahren wollte, ist ja nun längst fort. Sie waren so liebenswürdig, mich sehr lange dazubehalten. Den nächsten Zug aber darf ich nicht versäumen. Ich muß morgen in Berlin und übermorgen in Hamburg sein. Mein diesmaliges europäisches Gastspiel ist aus.“
„Sie haben nur den kleinsten Teil unserer Siedelung gesehen, Mister Brown.“