Ich faßte mir an den Kopf: ich glaubte eine Wahnvorstellung zu haben. Der da eintrat, war – Mister Stefenson.

„Stefenson“, rief ich, „Stefenson, wie kommen Sie ...“

„Melde gehorsamst, Herr Rat“, sagte der eine der Gerichtsdiener, „der Gefangene hat eine Perücke und den Bart abgenommen, hat sich gewaschen und sieht jetzt auf einmal ganz anders aus als gestern abend.“

„Wer ist dieser Mann?“ fragte der Beamte mit einem Blick auf mich.

„Es ist Mister Stefenson, mein Kompagnon, der Begründer unseres Ferienheims“, brachte ich heraus.

Ich mußte mich setzen.

„Und wer behaupten Sie selbst zu sein, Verhafteter?“

„Ich behaupte dasselbe wie der Herr Doktor“, sagte dieser gelassen; „allerdings mit einer kleinen Einschränkung. Ich war und gelte noch als Mister John Stefenson, Kaufmann aus Neuyork, Chikago, Trinidad; aber ich habe mich unterdessen auf meine rein deutsche Abstammung besonnen und heiße mit Genehmigung der hohen deutschen Behörden seit etwa vierzehn Tagen Johannes Stefan – Stefan, wie meine hanseatischen Vorfahren seit etwa vierhundert Jahren geheißen haben.“

Der Beamte fing an, an den Fingern abzuzählen:

„Josef Wiczorek – Ignaz Scholz – John Stefenson – Johannes Stefan – und hier Prinz Ernst Friedrich – ich möchte die Herren ernsthaft darauf aufmerksam machen, daß das Gericht von Neustadt keine Waltersburger Spielerei, sondern eine staatliche Behörde ist, die nicht mit sich spaßen läßt.“