„Herr Rat, es ist mir soeben auf meine gestrige Meldung von der zuständigen Staatsanwaltschaft der telegraphische Bescheid zugegangen, daß der gesuchte Wiczorek vorgestern in Braunschweig verhaftet worden, daß [pg 301]seine Identität festgestellt ist und auch bereits ein Geständnis vorliegt. Ich bitte also, den Knecht Ignaz Scholz aus der Haft zu entlassen, da sich der Verdacht, der zu seiner Verhaftung führte, als unbegründet erwiesen hat.“

Stefenson lächelte freundlich. Der Richter machte ein enttäuschtes Gesicht.

Es gab noch allerlei Formelkram zu erledigen, dann wurden wir alle, Stefenson eingeschlossen, entlassen.


[pg 302]

Aufklärungen

Auf der Straße trat der Kommissar an den Prinzen heran und sagte:

„Ich bitte Ew. Hoheit untertänigst um Verzeihung wegen der Behelligung.“

Hoheit legte dem Manne huldvoll die Hand auf die Schulter.

„Mein Lieber, ich hab gar nischt gegen Sie. Aber tun Sie mir ’nen Gefallen: reisen Sie ab. Sie sind hier übrig. Lenken Sie mal die Aufmerksamkeit des Ministers auf den Prinzen Emanuel. Der scheint mir ein lockeres Huhn und der Beaufsichtigung sehr bedürftig zu sein. Er ist gegenwärtig in Syrakus. Sie haben keine Ahnung, Mann, wie schön es in Syrakus ist. Da machen Sie sich mal nützlich! Glückliche Reise und viel Vergnügen!“