„Nenn mich nicht Herr Doktor, Käthe, nenne mich Fritz! Wir sind Verwandte. Ich werde dir helfen, so gut ich irgend kann.“
Demütig und furchtsam wie ein geprügelter Hund stand sie vor mir.
Ich zog mir den Mantel an.
„Ich bitte dich, Käthe, geh nach Hause. Du kannst nichts tun. Ich werde mich sofort auf die Suche machen.“
„Ich kann nicht nach Hause gehen; ich muß Luise suchen –“
Mit irrsinnig flimmernden Augen sah sie mich an.
„Du kannst nichts tun, Käthe. Ich werde sofort hinab zu meiner Mutter gehen, dort werde ich wahrscheinlich Joachim treffen und mit ihm abrechnen.“
„Ich will mit. Ich fürchte mich nicht, wenn sie mich auch schlagen.“
„Du mußt mir jetzt gehorchen, Käthe! Sonst verdirbst du alles; sonst kann ich dir nicht helfen!“
Da senkte sie stumm den Kopf.