„Mister Stefenson, Ihre Nichte ist ein reizendes Kind!“
Die Mutter wollte sofort nach Hause. Ich begleitete sie. Wir gingen stumm in dem Menschenstrom. Erst als wir daheim angelangt waren und die Lampe angezündet hatten, sah mich die Mutter voller Angst an.
„Fritz – das Kind – dieses Kind ...“
Ich sah ihr ernst in die Augen und schwieg.
„Fritz – sage mir – ist es – ist es? ...“
„Ja. Es ist Luise.“
Da sank sie auf das Sofa und verbarg den Kopf. Ich trat zu ihr. Nicht ohne Bitterkeit sagte ich:
„Mutter, du brauchst dich nicht zu ängstigen, das Kind wird dir nie Ungelegenheiten machen; es ist in Mister Stefensons Pflege gut aufgehoben.“
So wollte ich gehen. Aber ich brachte es doch nicht fertig. Ich blieb am Tische sitzen. Nach langer Zeit, in der nichts zu hören war als das leise Singen der Lampe und der Schlag unserer Standuhr, stützte die Mutter den Kopf auf den Tisch und sagte müde: