„Das Kind ist Joachim ähnlicher, als er sich jetzt selbst ist!“
Nach einem Weilchen meinte sie:
„Es wird wohl keine Möglichkeit geben, daß ich das Kind zu mir nehme?“
„Nein, Mutter, es gibt keine solche Möglichkeit mehr!“ Damit ging ich nach meinem Zimmer.
Fügung ...!
Joachim wohnt jetzt in der Lindenherberge, wo schon einige Zimmer fertiggestellt sind und auch der Küchenbetrieb schon im Gange ist. Im Rathaus gegenüber haust Stefenson. Er hat seine Arbeitstätigkeit noch vermehrt und, wie er mir sagte, keine Zeit mehr, Luises willen täglich nach Neustadt zu fahren und sich um das „Gänschen“ zu kümmern. So wolle er das Mädel lieber zu sich nehmen. Das sei ihm zwar sehr störend, aber was wolle er machen? Er hätte auch gefunden, daß die Pflegeeltern in Neustadt die Sache mit Luise nicht recht verständen. Ich grunzte. Sonst sagte ich nichts ...
Die weitere Ausgestaltung unserer Riesenanstalt schritt mit größter Schnelligkeit vor sich. Da sagte Mister Stefenson eines Tages zu mir:
„Und nun, mein Lieber, ist es die allerhöchste Zeit, daß wir an die Bauernrequirierung gehen. Zehn Höfe sind fast fertig, das Vieh ist rasch zu beschaffen, ebenso die Haus- und Ackergeräte, aber das Bauernvolk, das uns einpaßt, das will gesucht sein. Ich hatte anfangs an Agenten gedacht, aber das ist nichts; die gehen bloß auf ihre Provision aus und schicken uns Schinder und Plun[pg 137]der auf den Hals. Haben Sie also die Freundlichkeit, sich in einen Vieh- oder Getreidehändler oder, wenn Ihnen das besser liegt, in einen Gütermakler zu verwandeln und mich morgen auf der Bauernsuche zu begleiten.“