„Pappa, wie lange bleibst du denn? Ich muß immerfort allein in dem dummen Gasthaus sitzen.“
Luise war es, die wir im Wirtshaus zurückgelassen hatten.
Stefenson sprang auf und eilte nach der Tür.
„Kindchen, auf dich hatt’ ich ja ganz vergessen. Aber geh hier hinaus! In diesem Haus ist Diphtherie.“
Er schob Luise besorgt auf die Straße. Eva Bunkerts Gesicht wurde etwas ernster.
„Ach, Herr Stefenson ist verheiratet?“
Ich war so boshaft, zweimal mit dem Kopf zu nicken.
Da räusperte sich Eva Bunkert und sagte, es sei wohl jetzt Zeit, nach Hause zu gehen.
Ich hielt sie nicht auf. Es kam zum allgemeinen Aufbruch. Draußen auf der Straße schmiegte sich die kleine Luise dicht und zärtlich an Stefenson an und schmollte mit ihrem „lieben Pappa“, der sie im Stiche gelassen hatte.
Und Stefenson, ob er auch nach Eva Bunkert hinschielte, trat nicht zu ihr und sagte vor den Ohren des Kindes: „Ich bin nicht ihr Vater!“