„Wohl, der Doktor hatte die Idee, hatte den Traum in der Seele, aber Stefenson hatte den Mut, den Traum in Wirklichkeit zu verwandeln. Ich möchte sagen, der Doktor hat ein schönes Motiv in die Welt gesungen, und Stefenson hat ein herrliches Lied daraus geschaffen.“
„Sie sprechen sehr gut und lieb von meinem Landsmann“, sagte Mister Brown gerührt.
„Oh“, rief Eva Bunkert, „ich schwärme für Stefenson. Es hat mir noch nie ein Mann solchen Eindruck gemacht wie er, obwohl er der Konkurrent meines Vaters ist. Erst recht deshalb! Ich mag die Leute nicht leiden, die sich nur für die Freunde und Gönner ihrer eigenen Sippschaft begeistern können.“
Da wurde auch die kleine Braune munter.
„Ja“, seufzte sie, „es ist schade, daß Mister Stefenson verheiratet ist! Er wäre der erste, der bei der stolzen Eva Bunkert wirklich Glück hätte!“
„Du Plappermaul!“ zürnte Eva, reckte aber den Kopf hoch. „Nun, ich leugne es nicht: der Mann gefällt mir. [pg 171]Weil er eben ein so ganzer Mann ist. Vom Heiratenwollen aber ist gar keine Rede.“
„Er wäre keine schlechte Partie“, meinte ich.
„Eben deshalb!“ sagte Eva trotzig. „Ich will mal keine gute Partie, ich will einen Mann heiraten!“
„Ich wußte gar nicht, daß Stefenson verheiratet ist“, warf Mister Brown ein.
„Wie? Und Sie wollen ihn so genau kennen?“