Arjuna
Du hast meinen Schwur gelöst wie der Mond den nächtlichen Schwur der Dunkelheit.
Chitra
Scham über Dich! Was sahst du in mir, das Dich Deinem eigenen Ich untreu werden ließ? Wen suchst du in diesen dunklen Augen, in diesen milchweißen Armen, wenn Du sie mit dem Preis Deiner Ehre zu bezahlen bereit bist? Nicht mein wahres Selbst, das weiß ich. Wahrlich das kann nicht Liebe sein, nicht des Mannes tiefste Ehrfurcht vor dem Weib! Wehe, daß der Körper, diese zerbrechliche Hülle, uns blendet, das Licht der unsterblichen Seele zu schauen! Ja, Arjuna, nun weiß ich gewiß, falsch ist der Ruhm Deines Heldentums.
Arjuna
O, ich fühle wie eitel der Ruhm ist und der Stolz der Tapferkeit! Alles scheint Traum. Du allein bist vollkommen, Du bist der Reichtum der Welt, das Ende aller Armut, das Ziel alles Strebens, das Weib! Andere Frauen gibt's, langsam und schwer zu erkennen, aber Dich einen Augenblick lang zu sehn, heißt höchste Vollendung schauen, jetzt und in Ewigkeit.
Chitra
Ach nicht ich bin's, nicht ich, Arjuna! Es ist das Trugbild eines Gottes. Geh', geh' mein Held, geh'. Frei' nicht die Lüge, opfre dein großes Herz nicht einer Täuschung. Geh'.